Wie und wo riecht der Mensch
Der Geruch eines Menschen ist eine komplexe Mischung aus zahlreichen Faktoren. Alter, Geschlecht, Ernährung, Kultur, Gesundheitszustand und sogar psychische Verfassung beeinflussen, wie ein Mensch riecht. Hinzu kommen Umwelteinflüsse und die Tätigkeit unserer Hautbakterien, die unseren Duft mitbestimmen.
Wie der Hund den Geruch wahrnimmt
Für den Hund ist besonders der Abbau der Hautzellen und der Schweißrückstände entscheidend. Während die Bakterien weiterarbeiten, verändert sich der Geruch, wodurch der Hund die Fähigkeit hat, die Spur in ihrem Alter und ihrer Richtung zu erkennen. Das bedeutet, der Hund kann unterscheiden, welche Bereiche eines Trails frischer sind.
Optimale Geruchsprobe
Im Idealfall stammt die Geruchsprobe (GA) von einem körpernah getragenen Kleidungsstück der zu suchenden Person. Alternativ kann man mit einer sterilen Gaze über besonders stark riechende Körperstellen reiben. Falls kein Kleidungsstück zur Verfügung steht, gibt es kreative Methoden, Geruchsproben zu sichern, wie z.B. durch Absorption von Oberflächen wie Lenkrädern oder Autositzen. Wichtig ist, die Probe sorgfältig und ohne Fremdkontamination zu entnehmen.
Wo nimmt man Proben am besten
Die geruchsintensivsten Stellen am menschlichen Körper sind jene, an denen sich Schweißdrüsen besonders dicht befinden und wo Bakterien leicht gedeihen. Dazu gehören vor allem die Achselhöhlen, die Leistengegend, die Füße sowie der Bereich hinter den Ohren. Schweiß an diesen Stellen enthält Fettsäuren und Proteine, die von Bakterien zersetzt werden, wodurch die charakteristischen Gerüche entstehen. Proben von diesen Zonen, wie z. B. durch Abstriche oder das Sammeln von Schweiß, sind ideal, um den spezifischen Körpergeruch einer Person zu analysieren, da hier die Konzentration von geruchsbildenden Substanzen am höchsten ist.
Warum frische Proben wichtig sind
Frische Geruchsproben garantieren, dass der Hund keine alten oder verunreinigten Duftpartikel aufnimmt, die von früheren Trails oder anderen Objekten stammen. Der Geruch darf außerdem keine schädlichen Substanzen wie Öle oder Lösungsmittel enthalten, da diese die empfindliche Hundenase irritieren könnten.
Ein Fazit
Der Mensch hat einen sehr individuellen Geruch, den der Hund selbst aus einer Vielzahl von Umgebungsgerüchen herausfiltern kann. Die richtige Entnahme und Handhabung der Geruchsprobe ist dabei entscheidend für den Erfolg beim Trailing. Saubere und unverfälschte Geruchsträger helfen dem Hund, klar und präzise einer Spur zu folgen
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Euer Uwe
Mantrailing Blog & News













